Tramlinie 8 wird verlängert nach Weil am Rhein suchen:

[ sda] Der Weiler Gemeinderat hat am Abend des 29.02.2008 die Verlängerung der Basler Tramlinie 8 bis zum Weiler Bahnhof mit 22 gegen 10 Stimmen befürwortet. Dazu muss Weil rund 5 Mio Franken (3,1 Mio. Euro) aufbringen. Im Parlament befürworteten die SP/Grünen und das Junge Forum die Vorlage, derweil die CDU mehrheitlich dagegen war. Die Weiler haben ihre Zustimmung an die Einhaltung der Kostenberechnung geküpft.

Die 2,8 Kilometer lange Tramverlängerung kostet gemäss den heutigen Berechnungen rund 104 Millionen Franken. Der Bund und der Kanton Basel-Stadt übernehmen 77 Prozent der Ausgaben für das Gesamtprojekt sowie 50 Prozent der Planungs- und Baukosten auf der deutschen Seite. Dieser Abschnitt ist 1,8 Kilometer lang.

Zusagen des Bundes verfallen Ende Jahr
Zudem schlägt die Basler Regierung dem Grossen Rat vor, der Kanton solle sich am Risiko der Baukostenüberschreitungen auf dem deutschen Abschnitt zur Hälfte beteiligen. Diese Beteiligung beläuft sich auf höchstens 3,2 Mio. Franken. Die Deutschen müssen insgesamt 22 Mio. Franken bezahlen. Das Land Baden-Württemberg stellte rund 15 Mio. Franken, der Landkreis Lörrach eine Million und die Basler Verkehrsbetriebe ebenfalls eine Million zur Verfügung. Somit verblieben für Weil noch 5 Mio. Franken.

Die Verlängerung erfolgt von der heutigen Endstation des Achters und führt durch Kleinhüningen zum Zoll. Auf der deutschen Seite soll der Achter nach Friedlingen fahren und schliesslich zum Bahnhof Weil. Mit dem Bau der Tramverlängerung muss noch in diesem Jahr begonnen werden, sonst verfallen die Zusagen des Bundes. Die Eröffnung könnte 2012 erfolgen. > Informationen

Freude bei BVB
Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) äusserten sich am Freitagabend in einer Medienmitteilung erfreut über den positiven Entscheid aus Weil. Es handle sich um ein «zukunftsweisendes Projekt zur Entwicklung der trinationalen Agglomeration».

Man sei überzeugt, dass sich der Bau dieser verlängerten Tramlinie als erfolgreich erweisen werde, nicht nur als Motor zur wirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch als Schlüssel für einen klimaneutralen und stadtverträglichen Verkehr.

 

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