Allschwil - Schifflände - Claraplatz - Riehen Grenze
Der erste Schritt im Zuge der zukünftigen Verwirklichung der 6er –Linie war die Bewilligung zum Ausbau des Schienennetzes zwischen Barfüsserplatz und Allschwilerstrasse bis zur Stadtgrenze (der heutigen Haltestelle „Morgartenring“) durch einen Grossratsbeschluss am 9. Februar 1899. Der zweite Schritt in Richtung „moderner 6“ war der Wunsch Allschwils, an das Stadttramnetz angeschlossen zu werden.
Regelmässig seit 1897 richtete die Landschaftsgemeinde im Namen ihrer zahlreichen Arbeitspendler, der Nachbargemeinde Schönenbuch und auch der grenznahen elsässischen Dorfgemeinschaften ihre Anträge um Erweiterung des Strassenbahnnetzes an den baselstädtischen Grossen Rat um schliesslich im Oktober 1904 erfolgreich damit zu sein.
Es zeigte sich schon bald, dass der 6er rentierte: Des hohen Fahrgastaufkommens wegen, musste der Allschwiler Anteil der Linie öfters um- und ausgebaut werden (mal von ein- auf zweispurig, mal eine grössere Wendeschlaufe im Dorfkern etc.) um den jeweils neusten Grossraumwagen der BVB genüge tun zu können, die allein den enormen Passagierzahlen gerecht werden konnten.
So kam es, dass die Linie 6 auch heute noch sozusagen den jeweiligen „state of the art“ des BVB-Rollmaterials zeigt und sich somit zur Paradelinie der Verkehrsbetriebe gemausert hat. Ob ab 1949/50 die 4-achsigen Grossraumwagen, ab 1967 die Düwag 6-Achser in Doppeltraktion, ab 1986 die Be 4/4 „Cornichons“ oder heute die Combinos: was etwas auf sich hält, verkehrt zuerst auf der Linie 6! |