Wie feine Wurzelausläufer eines wachsenden Baumes streben die neuen Linienführungen in gerade erst erschlossene Regionen am Stadtrand und sorgen so für eine Anbindung der neuen Quartiere an das städtische Zentrum, eine im Sechsminuten-Takt pulsierende Lebensader sozusagen.
Die Entwicklung zur Tramstadt  
Karte Liniennetz 1895
Karte Liniennetz 1902
Geschichte
1904-1941

6. Mai 1895 - In Basel fährt das erste elektrische Tram
Der Bau der elektrischen Strassenbahn beginnt im Sommer 1894. Das Interesse der Presse während den Bauarbeiten ist gross. Im Oktober werden die Isolatoren an den Häusern montiert, im November die ersten Masten auf dem Centralbahnplatz aufgestellt, im Frühjahr 1895 die Fahrleitungen gespannt und am 8. April findet die erste Probefahrt statt. Die Fahrt auf der Linie Centralbahnhof - Aeschenplatz - Marktplatz - Mittlere Brücke - Badischer Bahnhof (heute Riehenring) kostet 20 Rappen und dauert insgesamt 16 Minuten. Die maximale Fahrgeschwindigkeit beträgt 15 km/h.

1895-1903: Quartiervereine und Vorortsgemeinden wollen eine Tramlinie
Vom grossen Rat zu einem schnellen Ausbau verpflichtet, arbeitet die Regierung von 1895-1898 zwei umfassende Projekte zur Netzerweiterung aus. Die im Projekt vorgesehenen Linien umfassen ca. 20 km neue Strecken, wodurch alle bevölkerungsreichen Quartiere eine Tramverbindung erhalten. 1903 steht das Grundgerüst des Tramnetzes 1897: Centralbahnhof - Wettsteinbrücke - Bad. Bahnhof, Aeschenplatz - Birsfelden-Schulstr., Barfüsserplatz - Missionsstr., Claraplatz - Kleinhünningen 1900: Aeschenplatz - Heiliggeistkirche, Barfüsserplatz - Allschwilerstr., Schifflände - St. Louis Grenze - Bahnübergang (bis 1918 D), 1902: Münchensteinerstr. - Dornach (Birseckbahn), Centralbahnstr. - Güterstr. - Heiliggeistkirche 1903: Centralbahnstr. - Steinenring - Missionsstr.