1945-1957: Tram als Prügelknabe
für Verkehrsprobleme
und Tiefbahnträume
Nach dem zweiten Weltkrieg gewinnen die Automobilverbände an Stärke.
Für ihre Dachorganisation, die «Basler Verkehrsliga» ist
das schienengebunde Tram ein Fremdkörper und ein Hindernis im
modernen Strassenverkehr. Sie fordert darum die sofortige Umstellung
der Tramlinie 3 auf Trolleybus sowie sämtlicher Linien in der
Innenstadt. Im Auftrag der Regierung, präsentiert die BVB im Oktober
1951 Pläne für eine "Unterpflasterbahn". Sieben
Varianten mit unterschiedlichen Tunnelstrecken und bis 12 Untergrundbahnstation
werden vorgestellt. Angesichts der hohen Kosten sind die Meinungen
geteilt. Am 31. Dezember 1957 wird die erste Tramlinie eingestellt.
Es ist die Linie 5 ins französische Saint-Louis.
1958-1970: Tram-Einstellungen, weibliches
Personal und billeteurloser Betrieb
Die sich über 15 Jahre hinziehenden Tiefbahn-Projekte "retten" das
Tram über die heftigsten Anti-Tram-Kämpfe hinweg. Opfer
des "Tramkriegs" wird die Tramlinie 2, welche am 3. Juli
1966 auf dem Abschnitt Schützenhaus - Spalentor - Johanniterbrücke
- Bad. Bahnhof auf Trolleybus umgestellt wird. Am 12. April 1961
wird die Linie 25 nach Hunigue auf Bus umgestellt. 1961 stellt die
BVB als erste Deutschschweizer Stadt weibliches Fahrdienst-Personal
ein. Am 31. August 1967 fährt "die grüne Sechs" zum
letzten Mal nach Lörrach. Am 8. Februar 1968 bewilligt der Grosse
Rat einen Kredit zum Kauf von 465 Billetautomaten. Am 6. Juli 1970
sind alle Linien auf billeteurlosen Betrieb umgestellt.
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