Nach dem zweiten Weltkrieg gewinnen die Automobilverbände an Stärke. Für ihre Dachorganisation, die «Basler Verkehrsliga» ist das schienengebunde Tram ein Fremdkörper und ein Hindernis im modernen Strassenverkehr.
"Tramkrieg", Linieneinstellungen und Abschaffung der Billeteure  
Karte Liniennetz 1949
Karte Liniennetz 1968
Geschichte
1971-2008

1945-1957: Tram als Prügelknabe für Verkehrsprobleme und Tiefbahnträume
Nach dem zweiten Weltkrieg gewinnen die Automobilverbände an Stärke. Für ihre Dachorganisation, die «Basler Verkehrsliga» ist das schienengebunde Tram ein Fremdkörper und ein Hindernis im modernen Strassenverkehr. Sie fordert darum die sofortige Umstellung der Tramlinie 3 auf Trolleybus sowie sämtlicher Linien in der Innenstadt. Im Auftrag der Regierung, präsentiert die BVB im Oktober 1951 Pläne für eine "Unterpflasterbahn". Sieben Varianten mit unterschiedlichen Tunnelstrecken und bis 12 Untergrundbahnstation werden vorgestellt. Angesichts der hohen Kosten sind die Meinungen geteilt. Am 31. Dezember 1957 wird die erste Tramlinie eingestellt. Es ist die Linie 5 ins französische Saint-Louis.

1958-1970: Tram-Einstellungen, weibliches Personal und billeteurloser Betrieb
Die sich über 15 Jahre hinziehenden Tiefbahn-Projekte "retten" das Tram über die heftigsten Anti-Tram-Kämpfe hinweg. Opfer des "Tramkriegs" wird die Tramlinie 2, welche am 3. Juli 1966 auf dem Abschnitt Schützenhaus - Spalentor - Johanniterbrücke - Bad. Bahnhof auf Trolleybus umgestellt wird. Am 12. April 1961 wird die Linie 25 nach Hunigue auf Bus umgestellt. 1961 stellt die BVB als erste Deutschschweizer Stadt weibliches Fahrdienst-Personal ein. Am 31. August 1967 fährt "die grüne Sechs" zum letzten Mal nach Lörrach. Am 8. Februar 1968 bewilligt der Grosse Rat einen Kredit zum Kauf von 465 Billetautomaten. Am 6. Juli 1970 sind alle Linien auf billeteurlosen Betrieb umgestellt.