1971-1983 Gratistram-Demos
und Fusion der Überlandbahnen
zur BLT
Im September 1971 fällt der Grosse Rat einen verkehrspolitischen
Grundsatzentscheid: «Dem öffentlichen Verkehrsmittel hat
im innerstädtischen und regionalen Verkehr der Vorrang vor dem
privaten Verkehr zuzukommen». Es folgen zuerst kleinere Massnahmen,
wie Sperrflächen und Ampelbevorzugung oder 1972 die Innenstadtsperre
für den Motorfahrzeugverkehr. 1974 fusionieren die Birseckbahn,
die Birsigtalbahn, die Trambahn Basel-Aesch und die Ueberlandbahn Basel-Pratteln
zur «Baselland Transport AG». Die BLT wird so zum wichtigsten
Partner der BVB mit welcher sie schrittweise den Tarifverbund plant.
1984-2006 Einführung des U-Abos und Tarifverbund
Am 1. März 1984 wird das Umweltschutzabo eingeführt. Es kostet im Monat Fr. 35.-- und ist auf dem ganzen Netz der BVB und BLT gültig. Das erfolgreiche Konzept findet internationale Anerkennung und viele Nachahmer. Am 1. Juni 1987 wird der erste integrale Tarifverbund der Schweiz mit dem «Tarifverbund Nordwestschweiz» (TNW) eingeführt. Die Fahrgastzahlen steigen seitdem kontinuierlich. Im Mai 2006 bestellen die Baselland Transport AG (BLT) und die Basler Verkehrsbetriebe (BVB) eine Lieferung von 60 Trams des Typs Tango bei Stadler Bussnang AG. Innert 10 Jahren werden für rund 276 Millionen Franken 40 Tango der BLT und 20 der BVB geliefert. Die ersten vier Fahrzeuge werden ab Mai 2008 ausgeliefert. Die Fahrzeuge werden am Standort Altenrhein gebaut. Dies ist seit 1947 die grösste Fahrzeugbestellung bei der Schweizer Industrie.
Erste grenzüberschreitende Tramlinie Europas nach dem 2. Weltkrieg
Der Grosse Rat hat am 10. Januar 2007 dem Ausgabenbericht Planungskredit für die Projektierung einer Tramlinie Kleinhüningen Weil am Rhein zugestimmt und für die Planungsphase Mittel in der Höhe von CHF 1'280'000 gesprochen. 70 Jahre nach der letzten Tramerweiterung auf städtischem Boden, wir im 2008 wieder eine Tramlinie gebaut.
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