Der Bundesrat will zwischen 2011 und 2014 im Rahmen der Agglomerationsprogramme insgesamt 107 Millionen für das Agglomerationsprogramm Basel aufwenden. Neben 21,5 Millionen Franken für die Verlängerung des 11er-Trams hat der Bund in der Kategorie A auch für folgende Projekte Beiträge ausgesprochen: ÖV-Erschliessung Erlenmatt (12,4 Millionen), Margarethenstich (6,6)

Grünes Licht für Verlängerung der Tramlinie 3  
Tramlinie 5 nach St. Louis
Das Basler Tram fuhr von 1900 bis zum Dezember 1957 nach St. Louis zweigleisig im grenzüberschreitenden Betrieb.
Verlängerung Tramlinie 8
Die Tramlinie 8 wird von der Endstation Kleinhünnigen über die Landesgrenze zur Stadt Weil am Rhein verlängert. Sie bietet eine wesentliche Verbesserung des Verkehrs in Basel Nord.

8.12.2010: Von der Kreditsumme entfallen 1,3 Millionen auf die Planung auf Basler Boden und 2,7 Millionen auf einen Beitrag an die Planung im Elsass, damit das Projekt vorwärtskommt. Vom Bund wird ein Beitrag von 40 Prozent erwartet - das Projekt steht auf der Liste der zweiten Prioritäten des Agglomerationsprogrammes. Die SP deponierte im Rat den Wunsch, das Tram nach St. Louis durch die Hauptstrasse statt durch Aussenquartiere zu führen. Baudirektor Hans-Peter Wessels sagte, die Basler Regierung sei immer noch interessiert, auch die Tramlinie 11 zum Bahnhof St. Louis zu verlängern. Die Gemeinde habe den 3er priorisiert. Das Grüne Bündnis mahnte, nur mit strengen flankierenden Massnahmen in Basel könne diese Tramverlängerung samt geplantem Park- and-Ride tatsächlich einen Beitrag zur Verkehrsentlastung bringen. (sda)

Der Bund fordert für die Projekte des Agglomerationsprogramms ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Darum soll es für die Verlängerung des 3er-Trams von Basel nach Saint-Louis keine Mittel aus Bern geben. Die Verlängerung des 3er-Trams nach Saint-Louis ist von A auf C zurückgestuft worden. Dafür aber hat der Bundesrat die Verlängerung der Tramlinie 11 in die elsässische Grenzstadt von B auf A angehoben.

Bei diesem Vorgehen spielt laut dem Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) die Kosten-Nutzen-Frage die zentrale Rolle. Der 11er führe durch heute schon dichter bebautes Gebiet, weshalb ein grösseres Verkehrsaufkommen zu erwarten sei als beim 3er. Zudem sei er wesentlich kostengünstiger zu realisieren als die 3er-Verlängerung. Darum unterstütze der Bund die Verlängerung der 11er-Linie. Der Bund sieht für die erste Finanzierungsphase einen Beitrag von 21,5 Millionen Franken vor 40 Prozent der eingegebenen Kosten von 53,7 Millionen.

Für Zoff ist damit gesorgt: Denn die Stadt Saint-Louis ist für die Verlängerung des 3er-Trams durch ihre Neubauquartiere, aber gegen die Verlängerung des 11er-Trams durch den Ortskern dies angeblich, weil dessen Strassen zu eng sind.

Das Basler Tram fuhr eben auf diesen Strassen von 1900 und ab 1911 bis zur katholischen Kirche St. Louis bis zum Dezember 1957 und zwar zweigleisig im grenzüberschreitenden Betrieb. Linie 5 nach St. Louis

 

Quelle: Basler Zeitung online vom 21. Januar 2009 und Archiv drämmli.info