8.12.2010: Von der Kreditsumme entfallen 1,3 Millionen auf die Planung auf Basler Boden und 2,7 Millionen auf einen Beitrag an die Planung im Elsass, damit das Projekt vorwärtskommt. Vom Bund wird ein Beitrag von 40 Prozent erwartet - das Projekt steht auf der Liste der zweiten Prioritäten des Agglomerationsprogrammes. Die SP deponierte im Rat den Wunsch, das Tram nach St. Louis durch die Hauptstrasse statt durch Aussenquartiere zu führen. Baudirektor Hans-Peter Wessels sagte, die Basler Regierung sei immer noch interessiert, auch die Tramlinie 11 zum Bahnhof St. Louis zu verlängern. Die Gemeinde habe den 3er priorisiert. Das Grüne Bündnis mahnte, nur mit strengen flankierenden Massnahmen in Basel könne diese Tramverlängerung samt geplantem Park- and-Ride tatsächlich einen Beitrag zur Verkehrsentlastung bringen. (sda)
Der Bund fordert für die Projekte des Agglomerationsprogramms
ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Darum soll es für die
Verlängerung
des 3er-Trams von Basel nach Saint-Louis keine Mittel aus Bern geben.
Die Verlängerung des 3er-Trams nach Saint-Louis ist von A auf
C zurückgestuft worden. Dafür aber hat der Bundesrat die
Verlängerung der Tramlinie 11 in die elsässische
Grenzstadt von B auf A angehoben.
Bei diesem Vorgehen spielt laut dem Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) die Kosten-Nutzen-Frage die zentrale Rolle. Der 11er führe durch heute schon dichter bebautes Gebiet, weshalb ein grösseres Verkehrsaufkommen zu erwarten sei als beim 3er. Zudem sei er wesentlich kostengünstiger zu realisieren als die 3er-Verlängerung. Darum unterstütze der Bund die Verlängerung der 11er-Linie. Der Bund sieht für
die erste Finanzierungsphase einen Beitrag von 21,5 Millionen Franken
vor 40 Prozent der eingegebenen Kosten von 53,7 Millionen.
Für Zoff ist damit gesorgt: Denn die Stadt Saint-Louis ist für die Verlängerung des 3er-Trams durch ihre Neubauquartiere, aber gegen die Verlängerung
des 11er-Trams durch den Ortskern dies angeblich, weil dessen Strassen
zu eng sind.
Das Basler Tram fuhr eben auf diesen Strassen von 1900
und ab 1911
bis zur katholischen Kirche St. Louis bis zum Dezember 1957 und zwar
zweigleisig im grenzüberschreitenden
Betrieb. Linie 5 nach St. Louis 
Quelle: Basler Zeitung
online vom 21. Januar 2009 und Archiv drämmli.info |