Die erste Pferde-Strassenbahn Deutschlands verkehrte am 22. Juni 1865 zwischen Brandenburger Tor und Charlottenburg. Das war die Geburtsstunde der Berliner Strassenbahn. Heute befördert die Strassenbahn ca. 470.000 Fahrgäste täglich.

Die Berliner Strassenbahn - Deutschlands grösster Trambetrieb  
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Berliner Strassenbahnen
Seit der Neukonzeption des Liniennetzes zum 12. Dezember 2004 gibt es in Berlin 22 Strassenbahnlinien. Das Netz wird in neun MetroTram- und 13 Strassenbahnlinien unterteilt. MetroTram-Linien bilden zusammen mit MetroBus-Linien das Metronetz. Dies ist ein in Ergänzung zum S- und U-Bahn-Netz positioniertes Netz von Strassenbahnen und Bussen, die wichtige Achsen befahren, die von der S- und U-Bahn nicht bedient werden. MetroTram-Linien fahren in der Regel 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche und tagsüber mindestens im 10-Minuten-Takt, nachts mindestens im 30-Minuten-Takt, einige Linien allerdings auf verkürzter Strecke. Die übrigen Strassenbahnlinien bedienen vor allem die Randbereiche der Stadt und verkehren meist im 20-Minuten-Takt bis maximal 1:00 Uhr nachts.



Berlin: Ankunft im neuen Hauptbahnhof von Berlin. Foto: Drämmli Info


Berlin: Bahnhof Friedrichstrasse. Foto: Drämmli Info


Berlin: Plattenbau Wohnhäuser der ehemaligen DDR. Foto: Drämmli Info


Berlin: Alter BVB Tatrawagen mit historischem BVG Sightseeing-Bus (nebenan). Foto: Drämmli Info


Berlin: Fahrleitungshalterung aufgelasener BVG Tramlinie im ehemaligen Westsektor Foto: Drämmli Info


Denkmal für die ermordeten Juden Europas, kurz Holocaust-Mahnmal genannt. Foto: Drämmli Info


Berlin: Typenreiner Tatra-Tramzug auf der MetroTram Linie M5 Zingster Strasse - Hackescher Markt. Foto: Drämmli Info


Berlin: Bahnhof Friedrichstrasse. Foto: Drämmli Info


Berlin: GT6 auf der MetroTram Linie M6 Riesaer Strasse - Pflugstrasse. Foto: Drämmli Info


Das Schloss Charlottenburg befindet sich im Ortsteil Charlottenburg des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf. Foto: Drämmli Info


Berlin: S-Bahn der Baureihe 480 im Hauptbahnhof. Foto: Drämmli Info


Berlin: GT6 auf der MetroTram Linie M6 Riesaer Strasse - Pflugstrasse. Foto: Drämmli Info

Die Strassenbahn in der geteilten Stadt: BVG im Westen - BVB im Osten
(bvg) Nach dem zweiten Weltkrieg lag auch die Berliner Strassenbahn in Trümmern. Nach nur drei Wochen - am 20. Mai 1945 - fuhr bereits die erste Linie in Berlin wieder. Mit der deutschen Teilung trennten sich auch die Netze der Berliner Strassenbahn. Bis Januar 1953 betrieben die BVG und die spätere BVB im Ostteil der Stadt sechs Linien gemeinsam. Der West-Berliner Senat entschied sich Anfang der 50er Jahre für den Ausbau des U-Bahn- und Bus-Betriebs und damit gegen die Strassenbahn. Die letzte Strassenbahn der Linie 55 ging am 2. Oktober 1967 auf Abschiedsfahrt. Im Ostteil setzten die Verantwortlichen dagegen auf die Erweiterung der Strassenbahn und begannen schon 1950 mit der Modernisierung des Wagenparks.

Wende und Wiedervereinigung: Nach der Wende war das Strassenbahnnetz in einem stark erneuerungsbedürftigen Zustand. Im Strassenbahnkonzept des Jahres 1993 stellte der Senat Grundsätze bezüglich Ausbau und Modernisierung der Strassenbahn auf. Damit wurden die Grundlagen für die zukünftige Entwicklung der Strassenbahn in Berlin geschaffen. Langfristig wurde ein hundertprozentiger Niederflurstrassenbahnbetrieb angestrebt. Das aufgestellte Ziel der Erweiterung des Strassenbahnnetzes umfasste den Wiederanschluss des alten Berliner Zentrums im Bezirk Mitte, die Verdichtung des Netzes in den Innenstadtbezirken, die Anbindung der Strassenbahn an Fern- und Regionalbahn, sowie S- und U- Bahn, die Ausdehnung in westliche Bezirke und die Anbindung neuer Wohn- und Gewerbegebiete. Die Modernisierung des Strassenbahnnetzes umfasste die Modernisierung der Betriebshöfe, der Fahrwege, der Haltestellen und der elektrotechnischen Anlagen. Seit Januar 1994 ist die BVG eine Anstalt des öffentlichen Rechts und damit in einem bestimmten Rahmen unabhängig vom Land Berlin handlungsfähig.

Modernisierung und Neubeschaffung: Die Anzahl der Strassenbahnfahrzeuge wurde seit der Wende kontinuierlich reduziert. Zugleich erfolgte eine Modernisierung des Fahrzeugparks. In den Jahren 1993 bis 1997 wurden die Tatra-Hochflurfahrzeugen modernisiert. Dies umfasste die Triebwagen T6A2 und die Beiwagen B6A2 sowie die Gelenktriebwagen KT4D und KT4Dt. Zudem erfolgte eine Neubeschaffung von Niederflurstrassenbahnfahrzeugen. Am 26. August 1994 konnte der erste Niederflurgelenktriebwagen GT6N an die BVG übergeben werden. Der sechsachsige Doppelgelenktriebwagen basiert auf einem Bremer Prototyp der MAN GGH aus dem Jahr 1990, dem ersten zu 100 Prozent niederflurig ausgeführten Gelenktriebwagen der Welt. Nachdem zunächst die Fahrzeuge in Einrichtungsausführung in Betrieb genommen wurden, erfolgte von 1999 bis 2002 die Beschaffung von Fahrzeugen in Zweirichtungsausführung GT6N-ZR. Am 2. Juni 1996 wurden die alten Reko-Wagen der Strassenbahn ausser Betrieb genommen, welche die Anforderungen eines modernen Strassenbahnbetriebs nicht mehr erfüllten.

Quelle: Berliner Verkehrs Gesellschaft, www.bvg.de