Am 11.11.66 bewilligte der Grosse Rat einen Kredit zur Beschaffung von 20 Be4/6, 20 Be4/4 und 20 B4. Dank guter Vorarbeit der Kommission wurde gegen diese Vorlage kein Referendum ergriffen.
Tramwagen im Linienverkehr: Die Vierachsmotorwagen  
Motorwagen in Bildern
Gelenkmotorwagen
Einsatz von Gelenkwagen im Linienverkehr
Dienstfahrzeuge
Die unentberlichen Helfer im Hintergrund
 
Mitte der Sechzigerjahre hat die Überalterung des Rollmaterials der BVB ein Ausmass erreicht, das einen rationellen Betrieb kaum mehr ermöglichte. In den Jahren zuvor waren vom Volk wiederholt Rollmaterialvorlagen der Urne verworfen worden. Dem damaligen Tramdirektor gelang es mit unermüdlichem Einsatz, auch der Gegnerschaft klar zu machen, dass beispielsweise ein Messeverkehr ohne Tram kaum zu bewältigen wäre.

Be4/4 457-476
Die im 1967-68 ausgelieferten Wagen gleichen den Vorgängern 401-456, weisen aber Verbesserungen auf:
Die Drehgestelle sind luftgefedert und haben Scheibenbremsen, der Wagenkasten ist eine selbsttragende Konstruktion aus Stahlblechen und Pressprofilen. Für den Einsatz in Vielfachsteuerung wurden den 11 letzten Wagen der Serie 1986- 1987 eine automatische Fahrsteuerung und eine vordere Kupplung eingebaut. Zwischen 1993-95 sind alle 20 Wagen revidiert worden und haben dabei breitere Stossstangen, kleine eckige Frontlampen und flache, vierstufige Einstiege erhalten und das Rücklicht ist nach unten verlegt worden. Die Motorwagen wurden ursprünglich auf den Linien 5, 15, 16, 26 eingesetzt und fahren auch auch heute noch dank gutem Unterhalt hauptsächlich auf den Bruderholzlinien 15, 16 sowie auf der Linie 3.

Be4/4 477-502
Die 26 Motorwagen, wurden 1986-87 angeschafft und dienten der Erweiterung des Platzangebots. Die Wahl fiel auf Vierachsmotorwagen, um die grosse Zahl vorhandener Anhänger sinnvoll weiter zu nutzen und um eine grössere Flexibilität beim Zusammenstellen von Zügen zu erhalten. Technisch gleichen sie den BLT-Sechsachsern. Neu erhielten die Wagen eine asymmetrische Grundform um einen bequemen Einstieg zu gewähren. Dieser Form wegen erhielt die Serie den Übernamen "Cornichon". Dank Verzicht auf technischen Schnickschnack sind die Fahrzeuge kaum reparaturanfällig und universell einsetzbar. Die "kleinen grünen Gewürzgurken" verkehren auf allen Linien, ihre Stammlinie ist die lange Linie 1/14, wo sie 2 Anhänger vom Typ B4 ziehen.